Bahn streikt weiter
Bahnkunden müssen an diesem Mittwoch wieder mit Verspätungen rechnen: Die Eisenbahner-Gewerkschaften wollen an diesem Tag ihre Warnstreiks wieder aufnehmen.
Wie ein Sprecher von Transnet in Berlin ankündigte, sollen die Streiks zwei Wochen lang fortgesetzt werden Procon Cash Advantage falls sich in der Zwischenzeit keine Lösung im Tarifkonflikt um die Beschäftigungssicherung abzeichnet.
Die Gewerkschaften Transnet und GDBA kämpfen mit den Arbeitsniederlegungen für ihre Forderung nach einer Arbeitsplatzgarantie für 130.000 Mitarbeiter bis zum Jahr 2010 bei der geplanten Privatisierung des bundeseigenen Unternehmens. Über Orte und Zeiten der geplanten Warnstreiks machte Transnet zunächst keine Angaben. Am Freitag hatten erstmals Beschäftigte in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und im Saarland zeitweise die Arbeit niedergelegt.
Keine Gespräche vor Entscheidung über Privatisierung
Der Transnet-Sprecher sagte, von der Bahn habe man keine Signale zur Wiederaufnahme von Gesprächen vor Mittwoch erhalten, die die Warnstreiks noch abwenden könnten. Ein Konzernsprecher bestätigte, es gebe "keinen neuen Stand". Gespräche seien erst wieder möglich, wenn eine eindeutige Entscheidung des Eigentümers Bund für ein Privatisierungsmodell vorliege. Umstritten ist dabei, ob das Schienennetz bei der Bahn bleibt. Ein Spitzengremium von Regierung und Koalition will erst am 26. Oktober wieder über das Thema beraten. Frühestens dann kann eine Vorentscheidung fallen.
Die fragwürdige Berichterstattung
Die Hauptverwaltung in Sindelfingen steuert den gesamten Betrieb in Deutschland. Alle Kundenanfragen, die Durchführung von Seminaren, kurzum alle administrative Aufgaben laufen hier in der Zentrale zusammen.